II. Aprileske Hochgefühle im Neanderland

 Zuckerscha im Wanderkreis…..

 

Mich erreichte in den vergangenen Tagen, eine durchaus reizvolle Strecke, die ich unbedingt gehen wollte. Aufgrund der Länge von 32 km, entschied ich mich, diese Tour, an einem „schönen Sonntag“,  alleine zu gehen.

An dieser Stelle entschuldige ich mich, bei dem Einen oder Anderen, den ich auslud oder gar nichts von meinen Plänen erzählte. Es sollte meine Tour werden! Nur ich und ich - allein - 32 km im Neanderland.

Mein Tempo, mein Feeling, meine Eindrücke….mein „Traubenzucker“!

 

Wegverlauf - Langenberger Rundweg: 32 km - 1086 Höhenmeter

 

Bahnhof in Velbert-Nierenhof, von dort geht es kurz hinter dem Bahnhof den Wald hinauf zum Langenberger Ortsteil Hopscheider Berg, wo man einen weiten Blick auf das Dreibachtal und das Ruhrtal bei Essen hat. Dann Richtung Huisge, Deilbachtal, Siedlung "In der Wünnen", Asbachtal, Hofschaft Rottberg, Hofschaft Thünershof, Kleff,  über den Knollenberg und weiter Richtung Neviges, Gut Kuhlendahl Hofschaft Krüdenscheid, Hofschaft Löh, Alaunloch, Windrath, Nordrath, Judt/Schelenhaus, entlang des Dreilbaches über den Höhenweg. Hofschaft Sandkuhle, Huxelmannsbusch, Felderbachtal nach Huxel, Oberste Kleinbeck, Wöltersberg, bei Velbert-Nierenhof.

 

 24.04.2016 der Wecker klingelt um 05:15 Uhr – Oh man – für heute ist Aprilwetter angesagt aber ich will unbedingt den Langenberger Rundweg gehen. Ich stehe auf und schleiche mich nach der Dusche, Kaffee und Wasser aus dem Haus. Mit leichten Kopfschmerzen, komme ich am Bahnhof Velbert-Nierenhof um 07:00 Uhr an und zögere einen Augenblick aber meine innere Stimme treibt mich vorwärts.

 

 Rucksack auf und über die Bahngleise - ich folge  dem L im Kreis – und eh ich drüber nachdenken kann – befindet ich mich im Wanderkreis, um dann sofort erst einmal bergauf zu gehen. Herrje, ich laufe mich ja lieber erst mal auf gerader Strecke ein, aber das Leben ist kein Ponyhof, also hoch.

Mit erhöhtem Puls, komme ich oben an. Prima, erst mal Jacke aus. Ich hätte auch langsam machen können, aber irgendwas treibt mich vorwärts an diesem Morgen -  als liefe ich im Windschatten von jemand anderem.

 

 Es geht über verschieden Wegpassagen, immer wieder muss ich feststellen wie schön, herrlich und auch traumhaft es im Neanderland ist und auch, dass obwohl ich kaum jemanden auf dieser Strecke treffe, ich mich nicht alleine fühle.

 

Ich sehe Neues, noch nicht Entdecktes, auf dem Weg und anderswo.

 

Die Landschaftsbilder wechseln sich ab. Ich sehe Dammwild, ein Eichhörnchen - sogar ein Fuchs.

Spektakulären Aussichten, ich gehe über schmale Pfade an Feldern vorbei, durch Waldabschnitte, über kleine Bäche und Stege, hier und da auch mal über Landstraßen. Einige Höhenmeter machen die Etappe auch sehr sportlich -  und immer wieder kreuzt der Langenberger Weg den Neanderlandsteig und teilten sich so manche Wegpassagen.

 

Ich wandere im Kreis also - im Wanderkreis - um den Sender Langenberg herum, aber auch vorbei an Schaf-, Kuh- und Pferdeweiden, durch Hofschaften. Und das Wetter?: Regengüsse, Hagelschauer, Schneeflöckchen und zwischendurch küsste mich die Sonne, aus heiterem Himmel und wärmt mich auf eine besondere Art und Weise - der April macht halt was er will!

 

Erste Pause bei -Hof zu Hellern mit einem Cafe`zum Einkehren - bei ca. KM 20,  ich bleibe aber draußen– ich suche das WC, setzte mich auf eine Bank, gönne mir Traubenzucker, die Sonne lacht - herrlich, dann aber fängt es an zu regnen.  Ich finde Unterschlupf beim Zuchtbullen und den Schweinen, die beieinander liegen und schlafen. Zweite Pause, wenig später bei KM 29, an einer kleinen Hütte. Ich setzte mich rein und genieße die Ruhe... Dankeschön ...war schön da... Ein Blick zur Uhr - ich muss los - weiterlaufen- !

 

Die letzten Kilometer gehen zügig voran und bei sage und schreibe 34,4 km in 5:58 Std. kam ich am Bahnhof Velbert-Nierenhof glücklich und zufrieden an. Das Neanderland ist immer einen Ausflug wert.....

 

 Die Strecke werde ich noch mal gehen –  etwas später – Eure WanderScha

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Anja (Montag, 25 April 2016 23:25)

    Hallo Wanderscha, soooo schön und tolle Bilder - Respekt für die Leistung und den Willen die Kilometer auch wirklich alleine zu gehen.
    Gruß Anja

  • #2

    Andrea (Dienstag, 26 April 2016 08:42)

    Hallo Wanderscha, schon wieder eine super Tour, mit tollen Bildern. Wow, was für ein Ehrgeiz. Mut hast Du auch, diese Tour alleine zu laufen - Hut ab !!!
    Weiter so - freue mich schon auf Deinen nächsten Bericht.

    Gruß
    Andrea

  • #3

    Katharina (Dienstag, 26 April 2016 08:45)

    Hallo Du wilde Hummel, Respekt! Ich bin immer wieder begeistert wie toll sich Deine Berichte lesen lassen. Freu mich immer wenn es etwas Neues zum lesen gibt. Vielen Dank und liebe Grüße Katharina

  • #4

    WanderScha (Dienstag, 26 April 2016 17:49)

    Hallo Ihr Lieben, Danke für euer tolles Feedback - freue mich immer sehr - wenn ihr bei mir seid :-)
    Wir müssen mal alle zusammen wandern. Brocken rauf und runter ....Gruß Jeanette