WinterWanderGlöck im Harz

Das man nicht unbedingt für einen kurzen Winterspaß in den Alpenraum fahren muss, sondern auch Winterwandern im Harz erleben kann, könnt ihr in diesem Bericht erfahren. 

Der Ausgangspunkt für unsere Touren, war die Jugendherberge in Wernigerode. Die lebendige Stadt, ist sehr nah am Brocken gelegen und bietet zudem kulturell, sowie von ihrer Infrastruktur alles für einen Urlaub. Die Altstadt zeichnet sich auch durch sehr viele Sehenswürdigkeiten aus. Sie besteht aus alten Fachwerkhäusern und urigen Gassen mit sehr vielen Geschäften sowie Gasthäusern. Schon von weitem kann man das traumhafte Schloss Wernigerode sehen, dass imposant über Wernigerode thront und zu jeder Jahreszeit besucht werden kann. Zudem ist die Harzer Schmalspurbahn ein weiteres high-light. Die Bahn ist immer wieder zu sehen aber vor allem zu hören. Sie zieht emsig durch die Stadt, und wer schon mal mit ihr gefahren ist, weiß wie schön es ist, mit ihr "abzudampfen". Sie verbindet die Stadt mit dem Bahnhof Drei Annen Hohne, wo die dampflokbetriebene Brockenbahn rauf zum Brocken fährt und natürlich auch wieder runter.

Die Jugendherberge Wernigerode liegt am Stadtrand und ist vom Ortskern ca. 2 km zu Fuß gut zu erreichen. Zwei Stadtlinien, die durch Wernigerode bis zum letzten und äußersten Winkel alles abfahren, halten unmittelbar an der Jugendherberge. Dort bekommt man die Gästekarte und kann bequem die Citybusse kostenlos nutzen. Aber nicht nur die Citybusse sind von der Herberge aus gut erreichbar, sondern auch zahlreiche andere Buslinien z. B. nach Braunlage, Schierke und Thale können kostenlos angefahren werden. Man kann das Auto einfach stehen lassen.

Was sagt die Herberge über sich selbst:

Unsere Jugendherberge ist mit ihren vielen Freizeit- und Raumangeboten sowie komplett modernisierten 2-bis 4-Bettzimmern, alle mit Dusche und WC, besonders für Schulklassen, Seminargruppen sowie Musik- und Chorproben geeignet, bietet aber auch ideale Voraussetzungen für Ihren Familienurlaub. Ein 28.000 m² großes, waldreiches Außengelände, mit viel Platz für Ihre Erholung, rundet unser Angebot ab.

Bis 1990 diente der Gebäudekomplex als Erholungsheim „Florian Geyer“, bevor das Bundeswehrsozialwerk nach der Deutschen Wiedervereinigung das Gebäude als Erholungsstätte nutzte.
 
Im Jahr 1999 kaufte der Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) den Neu- und den Altbau, die bis heute beide bestehen blieben und in den letzten Jahren komplett modernisiert wurden.

Das sagen wir:

Die Herberge ist in einer Top Lage und für Wanderer eine optimale Unterkunft, wenn man sich nur auf das Wandern und Entdecken konzentrieren möchte. Das Personal ist kompetent, freundlich, hilfsbereit und kann so manchen Wunsch aus dem Ärmel geschüttelt, erfüllen.

 

Direkt ab der Herberge fahren, wie bereits erwähnt, Busse in alle Richtungen des Harzes, sodass man das Auto stehen lassen kann.

 

Die Verpflegung ist individual buchbar. Und da wir das Silvester-Special Programm gebucht hatten, war HP inklusive. Der Speisesaal ist sehr groß, dennoch gab es zu Stoßzeiten schon mal einen Sitzplatzmangel, den man aber durch das Bistro ausgleichen konnte und nicht zuletzt beweist, dass die Herberge sehr gut besucht war.  Die Küche ist auf die Menge der zu Verpflegenden angemessen gut. Der Chefkoch ist ein ganz Netter, der auch mal Sonderwünsche erfüllt. Für Allergiker oder Nimmersatte gibt es einen Kühlschrank, den man 24 Stunden nutzen kann. Witzigerweise gab es jeden Tag ein anderes Essens-Thema: Z. B.  Italienisch, Mexikanisch und auch Harzisch - und was beim Letzteren auf den Teller kommt, solltet ihr einfach mal selbst probieren....

 

Es gibt eine Sauna, Kegelbahn, Schlittenverleih, Gepäcktransfer, Getränke- und Snackautomat,  W-LAN gegen Gebühr, Harzer Tourikarte und noch einigs mehr, schaut einfach mal hier

 

Desweiteren zeichnet sich die Herberge durch ihre Probe- und Musikräume inkl. Tonstudio mit Flügel aus, was nicht

(so denke ich es mir) dem Herbergsleiter zu verdanken ist. Denn der spielt, so wie ich vernommen habe, selbst Gitarre.

 

Musik hat noch niemanden geschadet, selbst in einer Herberge nicht. Gehört haben wir (leider) nichts und, wie meine Oma immer schon zu sagen pflegte:" Wer ein fröhliches Lied auf den Lippen hat, kann kein dummes Zeug reden....."

Schneevergnügen im Harz gibt es ab knapp 800hm. Zunächst ware wir enttäuscht dass die Schneeaussichten eher mager ausfielen. Da man ja bei jeden Wetter wandern kann und nur die richtige Kleidung braucht, spielt es ja mal erst keine Rolle. Wir sind ca. 150 Kilomter in 4 Tagen zu Fuss unterwegs gewesen. Sogar dem Brocken-Benno sind wir zum wiederholten Male begegnet und es ist immer wieder nett kurz zu plaudern.

 

Eine durchaus tolle Tour, von Braunlage nach Wernigerode, mit knapp 30 Kilometern über den Wurmberg, wo der Skibetrieb im vollen Gange war und die sogar über den Brockengipfel führt, können wir empfehlen. Da leider mein Smparthone in der stürmischen Silvesternacht zu Boden fiel, habe ich den Track nicht anzubieten. Aber mit einer guten Karte findet ihr den Weg (bekommt man z.B. in der Touristinfo in Wernigerode)

 

Auf jeden Fall kommt ihr an der Stempelstelle Trudenstein Nr. 17 auf dem Hexenstieg nach dem Brocken vorbei, wo ich dieses tolle Bild geschossen habe.



Obwohl ich ja schon oft im Harz war, aber zum ersten Mal WinterWanderGlöck im Harz erleben konnte und wir durchaus sehr sportlich unterwegs waren, kamen wir mehr als erholt,  zufrieden und mit dem Leistungsabzeichen der Harzer Wandernadel "Wanderkönigin" zurück und ich muss feststellen, dass -  egal wann auch immer ich im Harz bin, es einfach nur traumhaft schön ist... was für ein Glögg ;-)

 

HARZliche Grüße eure Wanderscha