Hoch auf den Kranzberg 1391m

 Wir starteten früh am Morgen direkt von unserer Ferienwohnung aus und überquerten die Isar. Am besten man geht immer in Richtung Kirche(ca. 910m) und an der großen Holzgeige angekommen, ist der Aufstieg nicht mehr weit. Die Talstation Kranzbergbahn(980m) ist ausgeschildert und man folgt einfach den Wegweisern. Nach ein paar Höhenmetern erreicht man diese und kann sich für die bequeme Variante „Auffahrt“ entscheiden aber auch nur bis zur Mitte der heutigen Etappe oder man geht zu Fuß. Der Weg schlängelt sich parallel zur Liftanlage – wir gewannen an Höhenmetern, das Wetter war toll aber das Einlaufen dauerte etwas länger als sonst. Wir brauchten ca. 1,5 Stunden gemächliches Tempo – bis wir auf der Höhe des Berggasthof St. Anton(1220m) ankamen, den ließen wir aber links liegen weil wir bis zum Kranzberghaus (1350) wollten und der Wegbeschreibung entnommen, konnte es nicht mehr „so“ weit sein. Die Strecke zog sich aber dann doch und die wenigen Bänke waren meist besetzt. Wenn man über 2 ,5 Stunden bergauf läuft, kann man auf einer Steigung stehend keine Pause machen, das ist alles andere als erholsam, daher freuten wir uns als wir eine kleine Schutzhütte erblickten. Pause!
Je Höher wir kamen – desto schneebedeckter waren die Wege. Immer weiter bergauf – teilweise war der Fahrweg rutschig. Meine Tochter versuchte es zwischendurch auf allen vieren“! Wahnsinn - aber dann erblickten wir endlich den Berggasthof. Von hier aus sind es nur noch wenige Minuten und alle Anstrengung wird mit einer Aussicht auf das Karwendel- und Wettersteingebirge und natürlich über Mittenwald belohnt. Der Abstieg war unspektakulär. Zunächst gingen wir Richtung Wildensee.
Der beginnende kleine Pfad war glatt, rutschig und steil. Wir bogen aber dann bald rechts ab und – keine Ahnung wie es dazu gekommen war, liefen wir die Skipiste ca. 4-5 Kilometer hinunter. Eine Oma überholte uns. Na sowas…Sie sah danach aus als ob sie das schon viel Jahre so machte, Sommer wie Winter. Etwas neidisch schauten wir ihr hinterher. Wir blieben deshalb auf der Buckelpiste, so falsch konnten wir nicht sein und kamen an der Gröblam raus. Danach schlenderten wir noch gemütlich durch Mittenwald. Schön war`s …


Von Mittenwald über Schloss Elmau nach Klais ca. 15 Kilometer

( 09.04.2012)
Von unserer Unterkunft aus, an der Karwendelbahn, gingen wir zuerst über die schöne Isar und dann durch die charmante Ortschaft Mittenwald – immer den Wanderschildern „Elmau“ nach. Wenn man nur halt macht um zu wandern, kann man immerhin die schöne Lüft- bzw. Fassadenmalerei der urigen Häuser im vorbeigehen bestaunen und den Flair der Geigenauerstadt aufnehmen. Schnell hatten wir das Dörfchen passiert – der Aufstieg ist im Stadtteil Gries, und startete auch gleich knackig mit einem in Serpentinen verlaufenden Pfad. Es lohnt sich immer wieder mal einen Blick zurück zu werfen. Es geht in Etappen geradeaus dann wieder bergauf bis wir auf 995 m NN auf den Lautersee stießen, der um diese Jahreszeit leider noch kein Betrieb hatte – wir aber schon mächtig durst. Wir liefen weiter in Richtung Ferchensee
auf 1040 m NN. Wir staunten und stampfen durstig durch den Schneematsch der noch nicht ganz weg geschmolzen war. Immer im Blick das Wettersteingebirge, welches stolz und mächtig über den Seen prangte ( na ja immer noch) - irgendwie stand es zwischen uns! Zwischen uns und der Sonne. Wir gingen weiter 3 Kilometer immer ein bisschen rauf und wieder ein bisschen runter, dann trafen wir auf Schloss Elmau. Pomös stand es da aber wir wollten im Grunde nur noch was zu trinken. Also kehrten wir ein obwohl wir mit unseren, bis zu den Knien, nassen Hosen und hochroten Köpfen, nicht ganz ins Bild passten, brachte man uns aber dennoch etwas „ Wasser“ und "Ja" sogar der Hund bekam eine Schüssel Wasser. Nach dem sündhaft teuren Wasser gingen wir die Asphaltstraße bergab – in der Hoffnung auf einen Ort zu treffen, wo wie unsere Flaschen wieder auffüllen würden können. Wir mussten aber noch bis Klais ( 6 Kilometer) – da gab es einen Bahnhof ( Gott sei Dank) und eine Tanke.
Selbst der Hund freute sich als er die Gleise sah! „wink“-Emoticon
Der Schaffner freute sich auch, dass mal Leute auf den Bahnsteig kamen. Er kam sofort aus seinem Häuschen und drehte uns seine Fahrkarten an.
„ Der Zug würde auch gleich kommen“ versprach er und verschwand – und wir zurück nach Mittenwald.


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