Wehe, wenn das Käuzchen ruft….

In der Nacht vom 09.09.-10.09.16 machte sich der DAV Köln, Solingen und Düsseldorf gemeinsam  auf den Weg, durch das Bergische Land „Rund um Schloss Burg“ bei Nacht.

 

In Kooperation mit  Silke, die dem DAV Solingen angehört und über diese Sektion auch Wandertouren anbietet, planten wir kurzerhand eine Veranstaltung.

 

Die Resonanz war zunächst großartig aber letztendlich - aber immerhin - ging es zu viert los.

 

Treffpunkt war der Wanderparkplatz an der Burgseilbahn um 20:00 Uhr. Wir hatten Glück, dass eine Mitwanderin sich verspätete, sodass wir uns noch ein köstliches Radler gönnten.

 

Dann ging es um 21:00 Uhr mit einer Stunde Verspätung, aber jede Menge guter Laune und Optimismus los.  

Der einzige Mann unter uns,  konnte es nicht lassen uns beim Aufstieg zum Brezelweg, die eine oder andere Horrofilmgeschichte zu erzählen, die uns Mädels - zunächst nicht sonderlich abschreckte....

 

Es raschelte hier, es raschelte da,  und zu gerne hätten wir mal den Kettensägemann aus einem der Horrofilme oder Fuchs, Marder oder ein Reh gesehen. Es gab zum trost Frösche soweit das Auge reichte und Katzen, deren Augenpaare im inneren des Waldes immer wieder aufblitzten.

 

Vorbei an der Segbachtalsperre. An einer Pferdewiese, machten wir so einen Lärm ? oder erschrocken von vier düsteren mit Stirnlampen ausgestatteten Gestalten, galoppierten die Pferde wild über die Weide. Wieder zwei Augenpaare in seltsamer Höhe, aber auch hier konnten wir nur Katzen auf Mülltonnen diagnostizieren. Mist!

Weiter ging es im Auf und Ab, während über uns immer wieder ein Hubschrauber kreiste.

 

Wer oder was wurde gesucht? Unmöglich wir? War jemand auf der Flucht? Vermisst?

 

Nachdem das Käuzchen dreimal  und noch ein weiteres Mal  rief ( also 4 x ) machte sich eine gewisse Stille und/oder Müdigkeit breit.  Erst mal einen Innobar Riegel von Innosnack - für alle!

 

Oh Oh …. Dem Aberglaube nach heißt es, wenn das Käuzchen im Morgengrauen ruft, dann stirbt jemand .... dass jemand sterben würde, wenn das Käuzchen dreimal ruft ist aber nicht wissenschaftlich bewiesen!

 

Wohl auf und ohne auf den Kettensägemann zu stoßen, kamen wir nach 18km wieder am Wanderparkplatz an. Die nächste Nachtwanderung ist in Planung.


Müngstener Brücken und Schloss Burg  10 Kilometer

Auf euch wartet eine Mischung  aus technischem Wunderwerk, mittelalterlicher Burgkulisse, rauschende Wupper, einem Gewinn und einem wunderschönen Waldweg, vorbei an urigen Felsformationen. Überall gibt es in Stein gemeißelte kleine Verse oder Rätsel. Heute wollten wir mal was Ruhiges machen. Ein „ Spaziergang“ in der Heimat – wie oft ich diesen Weg schon gegangen bin?

 

Vom Parkplatz Brückenpark überquert man die Napoleonsbrücke über die Wupper hinweg. Nach ein paar Metern sieht man die gewaltige Eisenkonstruktion der Brücke, vor ihr ein – im Verhältnis zur Brücke, modernes aus Eisen erbautes Restaurant „ Natur trifft Technik“!  Im Sommer tummelt sich hier Jung und Alt. Angler fischen, Kinder fangen Krebse oder man sonnt sich beim Picknick. Der Erlebnisweg Wupper führt einen geradewegs zur Schwebefähre - hier kann man für kleines Geld aus eigener Kraft über die Wupper schweben oder man lässt diese links liegen und geht weiter, den schmalen Pfad bergauf, in  Richtung Wiesenkotten,  einem weiteren Ausflugslokal, welches mir persönlich nicht so zusagt. Nach dem Lokal folgt man dem „X“ über die Brücke hinweg – über die Wupper – und dann gleich wieder rechts. Von hier aus sind es nur noch ca. 1,5 Kilometer bis Unterburg.

 

Hinauf zur Burg gibt es zwei schöne Varianten – entweder man fährt mit der Burgseilbahn nach oben oder läuft hinauf. Wir sind gelaufen und haben dafür die Straße überquert, sind durch die kleine Gasse und dann rechts den eher steilen Weg (900 m)hoch zur Burg gegangen, wobei sich ein Blick zurück immer lohnt.  

 

Heute trafen wir den „Basar der Kunsthandwerker“ an.

 

Überall wurde Kuriosen angeboten. Kreative Kunsthandwerker präsentierten ihre Produkte in allen Räumlichkeiten und in den Höfen von Schloss Burg. Wer noch nie auf Schloss Burg war, sollte sich die Bergische Kaffeetafel gönnen.  Ganz besonders ist uns ein kleines Lädchen ins Herz gewachsen, das im alten Wachturm der Burg, in liebevoller Handarbeit, Kerzen aus reiner pflanzlichen Wachsen mit hochwertigen Duftölen anbietet.

 

Zurück kann man denselben Weg wählen oder hält sich an der Brücke die über die Wupper führt (am Ausflugslokal) rechts, also nicht die Brücke überqueren, einfach weiter geradeaus gehen.  Bis zu einer Waldschranke, den kleinen Berg hinauf und dann immer geradeaus – in Richtung des Diederichstempel.  Von dort hat man einen sehr schönen Blick über Müngsten und kommt wenig später wieder am Parkplatz raus.

 

Und jetzt ein Rätsel für euch, welches wir am Brückenpark gelesen haben: „Wenn sie auf den ersten Blick kommt, kann sie blind machen und den Versand rauben. Dennoch sie ist die Größte?“ Alle die Mitmachen – haben die Chance ein Original Solinger Zöppkes Messer  inkl. Müngstener Brücke Gravur, zu gewinnen, welches wir heute gekauft haben. Ich freue mich auf eure Teilnahme!


Rund um die SEngbachtalsperre 11,5 Kilometer 21.11.2015

Die Sengabchtalsperre liegt in einem wunderschön ruhigen, abgeschiedenen Seitental der Wupper. Der Rundweg führt dich komplett um den Stausee herum und bietet an mehreren Stellen einen tollen Ausblick auf Schloss Burg, auf die Staumauern und die Umgebung. Gestartet sind wir am Kartoffelhaus in Solingen. Die Tour lässt sich hervorragend mit anderen Touren kombinieren und man kann so die Wanderkilomter ausweiten. Dafür geht man  z. B. direkt ab der Müngstener Brücke los ( + 5 Kilometer) bis Unterburg und läuft dann ab dem Wanderparkplatz einfach den Wanderweg A1 entlang (+ ca. 3-4 Kilometer). In Unterburg, auf Schloss Burg und im Kartoffelhaus bieten sich Einkehrmöglichkeiten. Die Strecke ist einfach und harmonisch zu laufen. Top auch für Winterwanderungen und ist deshalb Schneeschuh tauglich. Die Tour wird auch gerne von Bikern genutzt.


Sambatrasse - Morsbachtal und Naturschutzgebiet Gelpe - Saalbach 13km

Mit meinem kleinen Trainer startete ich in Höhe der schönen Müllverbrennungsanlage öhm öhm auf der Sambatrasse und lief in Richtung W.-Cronenberg, bis zum Ende. Die Sambatrasse wurde 1891 erbaut und 1988 stillgelegt. Sie ist die ehemalige Bahnstrecke "Samba- Trasse" heute ein reizvoller Rad- und Wandererlebnisweg mit Infotafeln zur Geschichte. Der naturnahe Weg auf der historischen Bahntrasse verläuft über 10 km von Elberfeld nach Cronenberg. Ich fuhr als Kind mit der Samba - es war immer ein kleines Vergnügen. Man kann die Strecke demzufolge beliebig erweitern, oder auch verkürzen. Am Ende der Trasse, liefen wir durch Kuchhausen und trafen noch eine gute Freundin die mit ihrem Welpen zum Pipi-machen unterwegs war. Über den Kleinenhammerweg gelangt man über die Hastenerstraße zur L216. Die gut befahrende Straße, an der Morsbach entlang, muss man ein paar Meter laufen um dann in die Gelpe einzuwandern. Der Bach Gelpe fließt in die Morsbach, die wiederum in die Wupper. Bei Leverkusen fließt sie in den Rhein - und der fließt - ja ihr kennt es schon, in die Nordsee. Es ist egal, an welchem noch so kleinen Bachlauf ich derzeit unterwegs bin, die Nordsee ist irgendwie immer ganz nah. Die Gelpe-Saalbach kann man sehr schön durchlaufen. Wertvolle Biotope stehen unter­ Naturschutz, wo sich gleichzeitig Spuren reger Ge­werbetätigkeit im Wald verbergen. Der Lehrpfad hilft, in Teichen und Bodendenkmälern die Reste von Hämmern und Kotten zu entdecken.­ Der Cle­mens­hammer zeigt die historische Technik­ samt Wasserrad in Aktion. Keine besonderen langen Anstiege, zwei schöne Lokale, Haus Zillertal und Gelper Hof zum einkehren. Beide Lokale bieten die Bergische Kaffeetafel an. Eine Minigolfanlage für die Sommermonate bietet kurzweilige Abwechslung, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Nun, wir liefen bis Bergisch Nizza und sind dann links den Berg hinauf. Gegenüber einer Pferdewiese bogen wir links in den Waldweg ab und kamen an der Station Natur und Umwelt - Jägerhofstraße- wieder raus.

Man hält sich wieder links, überquert die Kreuzung - orientiert sich an der wunderschönen Müllverbrennungsanlage, die wie ein Bergmassiv am Himmel ragt und gelangt dann wieder auf die Sambatrasse. Die Strecke lässt sich beliebig ausbauen. Man kann bis Sudberg laufen und dann von dort über den Brückenpark nach Schloss Burg wandern oder die Morsbachtalstraße entlang bis zur Gelpe. Oder man umrundet noch die Ronsdorfer Talsperre - ab Haus Zillertal. Alle drei Variante werde ich zeitnah laufen - und vllt. berichtet.... muss ja Kilometer machen .....